In meiner ersten Woche besuchte ich weil ich es durfte eine Mastereinführungsvorlesung, in der sowohl eine Übersicht über das Masterdasein an der Edinburgh University als auch Study Skills vermittelt wurden. Der Dozent vermittelte mit lustigen Anekdoten die Hürden eines jeden studentischen Daseins. Eine Geschichte hatte er tatsächlich erlebt. Er, gebürtig aus Glasgow lebte damals erst seit Kurzem in Edinburgh um an der Universität zu arbeiten. Da kam ihm in der Nähe seines Hauses eine Frau entgegen, der er noch nie zuvor gesehen hatte. Sie sagte mit einem anderen Akzent als er normalerweise sprach: “That’s the university. It’s going to rain tomorrow.” Nun stellte er uns die Aufgabe 2 Minuten darüber nachzudenken, was sie wohl gemeint haben könnte. Wer mag, kann das nun ebenfalls tun. Dann gabs die Auflösung. Er sagte, er hätte damals auch erst einmal nur Bahnhof verstanden und noch einmal nachgefragt. Die Frau wiederholte die beiden Sätze daraufhin noch einmal genauso wie zuvor, zeigte jedoch mit ihrem Zeigefinger gen Himmel. Nun bemerkte der Mann, dass er die Glocke der Turmuhr der Universität läuten hören konnte. Die Universität befand sich jedoch ungefähr 2 km entfernt, was bedeutete, dass der Wind aus dieser Richtung weht. Nun verstand er, was die Frau meinte, oder glaubte es zumindest, denn er betonte nochmals, dass er es bis heute nicht sicher weiß. Was er uns damit sagen wollte, war lediglich, dass man Dinge ohne ein gewisses Vorwissen oder Hintergrungwissen nicht verstehen kann. Somit könnte man in einer Vorlesung Probleme bekommen, wenn der Dozent Wissen voraussetzt, welches man nicht hat. Dieses war nicht das einzige Rätsel, um die Menschen in seiner Umgebung kennen zu lernen forderte er uns des öfteren auf, Diskussionen zu beginnen. Es war meiner Meinung nach eine sehr schöne Veranstaltung. Zudem sagte er uns, sollten wir unser Sprachverständnis verbessern in dem wir Radio hören, Filme schauen und anderen Konversationen zuhören. Er meinte, es wäre überhaupt kein Problem, die fremde Konversation zu unterbrechen, falls man etwas nicht verstanden hat, gab aber gleich zu, dass er sich das noch nie getraut hat. Zudem wäre es wichtig Selbstgespräche zu führen. Das würde er allerdings selbst praktizieren, da er zur Zeit Spanisch lernt, allerdings gab er zu sich manchmal selbst nicht zu verstehen. Aber ob ich ihm das glaube. Jedenfalls bin ich seinen Rat gefolgt und habe mir Filme angesehen. Der erste war vom International Student Centre organisiert und wurde in Edinburgh gedreht: Hallam Foe. Eine sehr schöner, sowohl dramatisch als auch lustiger Film, genau wie ich es mag. Dann wollten wir neulich gerne mal ins Kino. Thorben fand die Beschreibung von “Drona”, einem indischen Streifen recht toll. Ich sagte nur: der scheint irgendwie kaum Handlung zu haben, jedenfalls ist die Beschreibung unglaublich oberflächlich, dann vermutete ich zudem, dass er auf Indisch und nur mit englischem Untertitel sein wird, was er dann auch war. Also trug er nicht zum Verstehen von englischen Dialogen bei. Viel schlimmer, der Ton war viel zu laut, die Farben zu grell, die Handlung zu kitschig, die Musik zu schnulzig oder zu hip (die Charaktere fingen plötzlich an zu tanzen wie Britney Spears), die Emotionen viel zu übertrieben, Gut und Böse zu schwarz-weiß und der Held zu arrogant nachdem er zuvor ein totaler kleiner Angsthase war (vergleiche die Verwandlung von Ash von Evil Dead 1 zu Evil Dead 3(Armee der Finsternis)), wobei dieser natürlich auserwählt war und davon nichts wusste. Nicht zu vergessen, es gab nur 4 bedeutende Charaktere, wovon einer zu 7/8 des Filmes in Sand eingemauert war und somit nicht großartig zur Handlung beitrug. Teilweise erinnerte es an einen Kinderfilm, was vielleicht auch an den schnulzigen Musicaleinlagen, den albernen Zwergen und den viel zu bunten Kostümen lag. Am Ende gab es selbstverständlich ein Happy End, an dem 3 der 4 Charaktere glücklich als Familie zusammenlebten. Damit es einen zweiten Teil geben kann, hat man allerdings das Böse nicht so ganz aussterben lassen. Aber wir wollen ja nicht zuviel verraten von dem netten Filmchen, welches nicht weniger als 135 Minuten meiner kostbaren Zeit geraubt hat. Heute haben wir dann zur Wiedergutmachung Wall-e geschaut
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Freizeitgestaltung 2
October 5, 2008 by k47h4



Hey, das hört sich seeehr nach Bollywood an
! Nur sollten die noch länger sein…
Ob allerdings Wall-e dein Verständnis englischer Dialoge verbessert hat, wage ich ebenfalls zu bezweifeln
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die Geschichte von dem Einführungsvortrag klingt spaßig — schon Dialoge unterbrochen?
Und wall-e will ich auch noch sehen